Von Windshausen auf das Kranzhorn (1368m).
Das Kranzhorn in den Chiemgauer Alpen ist ein leicht zu ersteigender Gipfel mit wunderschönem Ausblick – etwas Kondition vorausgesetzt.
Start in Windshausen.
Die Tour beginnt in Windshausen, am Wanderparkplatz am Waldrand. Er ist nicht besonders groß, aber dennoch ausreichend. Von hier folgt man zuerst etwa 30 Minuten dem breiten Forstweg, der recht gleichmäßig ansteigt. Er eignet sich daher sehr gut, um sein eigenes Tempo zu finden.
Hinweis: Auf Wanderkarten ist der Weg mit der Nummer 4 vom Parkplatz aus als alternativ zum Forstweg verlaufenden Wanderweg gekennzeichnet. Das stimmt mittlerweile nicht mehr, da der untere Bereich nicht mehr unterhalten wird und er kaum noch erkennbar ist. Man kann ihn 2026 noch ansatzweise am Parkplatz erkennen, aber ich denke in 1-2 Jahren ist er völlig überwachsen.
Das gilt auch für die auf vielen anderen Webseiten erwähnte, nach ca. 30 Minuten rechts abzweigende Abkürzung. Die in früheren Beschreibungen noch auf Fotos zu sehende Beschilderung ist ebenfalls entfernt worden. Erst ab dem Moment, wo wir nach einer scharfen 180 Grad Kurve rechts (auf einen weiteren breiten Forstweg) abbiegen, betreten wir den Weg 4 – der dort aber immer noch nicht so ausgezeichnet ist.
Nach weiteren ca. 5 Minuten kommen wir an die nächste Abzweigung. Dort biegen wir links ab – und von nun an folgen wir Weg 4, der rot-weiß-rot gekennzeichnet ist.
Etappenziel Kranzhorn-Alm.
Nach etwas mehr als einer Stunde lichtet sich dann kurz der Wald ein wenig, und wir stehen vor dem tiefsten Punkt des Grates zum Kranzhorn. An dieser Stelle kann man zum letzten mal links zum Heuberg abzweigen, wir folgen dem beschilderten Weg zum Kranzhorn/ zur Kranzhorn-Alm.
Der Forstweg wird nun etwas schmaler, und ca. 1,5 Stunden nach Beginn der Wanderung gelangen wir an eine Abzweigung, die uns vor die Wahl stellt, über Forstwege nach 50 Minuten bei der Alm anzukommen, oder rechts abzuzweigen und über einen etwas steiler verlaufenden Wanderweg nach 40 Minuten zur Alm zu gelangen.
Der schönere Weg ist auf jeden Fall der Wanderweg, und die 40 Minuten stellen sich eher als 20 Minuten heraus, bis man an der Alm angelangt ist. Sie ist sehr schön gelegen, und rechterhand geht es weiter zum eigentlichen Ziel: Dem Gipfel des Kranzhorns.










Das Kranzhorn.
Von der Alm sind es noch etwa 30 Minuten zum Gipfel des Kranzhorn. Ab der Alm führt der Weg durch offenes Gelände, daher empfiehlt es sich, bei sommerlichen Temperaturen frühzeitig loszuwandern. Wem bei der Alm schon die Beine zu schwach sind zum weiterwandern, dem empfehle ich zumindest noch 10 Minuten bis zum dem kleinen Kreuz, das man auch im Bild oben sehen kann: Auch hier hat man eine schöne Aussicht auf den Inn, und sogar wie ich meine den abwechslungsreichsten Ausblick über das Bergpanorama der Chiemgauer Alpen.
Kurz vor dem Gipfel liegt linkerhand eine kleine Kapelle für diejenigen, die noch etwas innere Einkehr suchen. Direkt unterhalb des Gipfels ist dann die einzige Passage dieser Tour, bei der man wirklich trittfest und auch schwindelfrei sein sollte, denn es geht einige Meter über ausgesetztes Gelände, das an einer Seite durch ein Seil gesichert ist. Der Gipfel selbst ist eher enger, aber er hat schon genügend Platz für einige Anderer, und eine Pause hat man sich nach guten 900 Höhenmetern Aufstieg nun mehr als verdient.















Abstieg und Hinweise.
Der Abstieg kann auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg erfolgen, aber auch ein Rundweg ist möglich. Leider ist die Beschilderung nicht besonders gut, und auch ich musste das leidvoll erfahren. Auf jeden Fall muss man zurück zur Kranzhorn-Alm. Von dort aus hat man drei Optionen: Auf gleichem Weg zurück, über Erl/ Bubenau oder über den Kranzhornsteig nach Erl, und von Erl weiter zum Wanderparkplatz. Ich entschied mich für die Variante über den Kranzhornsteig, ein schöner kleiner Wanderweg, der in südwestlicher Richtung bergab führt.
Eigentlich wollte ich noch die Ruine Katzenstein mitnehmen, die auf diesem Weg liegen sollte, aber da die Beschilderung leider missverständlich ist, bin ich zu früh rechts in Richtung „Windshausen“ abgebogen – ein fataler Fehler, denn dieser Weg führt in einer Kurve wieder bergauf, bis man nördlich vom Kranzhorn doch wieder auf dem vom Aufstieg bekannten Weg 4 trifft. Ein ordentlicher Umweg mit Gegenanstieg.
Ich vermute, man muss der Beschilderung von „Erl“ immer weiter folgen, bis dann hoffentlich (?) schon fast im Tal die korrekte Abzweigung nach rechts besser beschildert ist. Hier hätte ich mir schon von weiter oben einen Hinweis auf die Route zur Ruine Katzenstein gewünscht. Dennoch eine schöne Tour, die bis zur Alm durch den Wald verläuft und daher auch gut im Sommer gewandert werden kann.
Die Tour fand Ende Mai 2026 statt.




