Auf den Stübele / die Stübelespitz (2.671m)
Eine Wanderung über Schrummscharte auf den Stübele mit grandiosem 360 Grad Panorama. Abstieg über den Schrummsee.
Vom Klapfbergtal zur Schrummscharte.
Die Wanderung ist ein Klassiker, und wird vielerorts genau und schön bebildert beschrieben, zum Beispiel hier. Der Zustieg ist normalerweise recht lange, bis man überhaupt erst dazu kommt, den eigentlichen Aufstieg zu beginnen. Wir hatten Glück und konnten weit in das Klapfbergtal hineinfahren und sparten so den ersten Teil.
Von der Hinteren Klapfbergalm (1.944m) kann man auch weiter zur Cima Trenta, ein toller Gipfel den ich auch bereits oft besuchen durfte, aber heute ging es über den Weg 16B In Richtung Osten weiter. Zuerst führt er als kaum ansteigender Waldweg ungefähr 20 Minuten durch den Wald, bis er an dessen Ende zu einem sehr steil ansteigenden Wanderweg wird. Zähne zusammenbeißen, denn genauso plötzlich erreicht man nach ca. 200 Meter Aufstieg eine freie Wiese und die Schrummalm (2.192m). Hier kann man eine kurze Rast einlegen, denn gleich nach der Wiese geht es wieder bergauf weiter.
Die Schrummscharte fest im Blick, sollte man aber auch hin und wieder nach rechts schauen, denn dort liegt etwas unterhalb der Schrummalm der Schrummsee – ein herrlicher Bergsee, dem wir auf dem Rückweg einen Besuch abgestattet haben. Nach weiteren 200 Metern Aufstieg hat man die Scharte erreicht, und auch hier sollte man eine kurze Rast einlegen, bevor es weiter geht zum Gipfel des Stübele.
Richtung Westen und Richtung Osten hat man eine hervorragende Aussicht.






Zwischen Schrummscharte und Stübelespitz.
Der technisch interessanteste Teil folgt nun, denn der Weg wird schmal und führt immer wieder über etwas ausgesetzte Passagen, bei denen man irgendwann auch nicht mehr mit Stöcken weiterkommt und diese am besten im Rucksack verstaut – oder auf der Seite liegen lässt, denn der Abstieg führt wieder an der Schrummscharte vorbei.
Zuerst geht es noch über steile, mit Gras bewachsene Passagen, bis es später ausschließlich über steinige und felsige Wege geht.
Man merkt mittlerweile, dass man um die 2.500 Meter hoch ist, denn der Ausblick wird – bei gutem Wetter – immer spektakulärer. Siehe diesen Fernblick Richtung Osten.












Auf dem Stübele bzw. der Stübelespitz.
Wer es bis zur Scharte geschafft hat, für den ist der restliche Aufstieg wohl auch kaum eine Herausforderung. Der Gipfel des Stübele ist felsig, aber groß genug für eine Wandergruppe. Das Gipfelkreuz ist mit einer kleinen Madonna versehen, was ihm ein besonderes Flair verleiht.
Der Berg hat eine enorme Dominanz, und bei gutem Wetter ist die Fernsicht grandios. Man kann von hier aus auch gut die Schwemmalm sehen, und auch hinüber zum Grünsee und der Zufrittspitz bzw. den Eggenspitzen sieht man gut. Ja, man sieht sogar bis in das Ortlergebiet, zum Schnalstaler Gletscher und bis hinüber zu den Dolimiten!
Man kann es an diesem 360 Grad Panorama erkennen – ich kann mich nicht erinnern, dass ich im Ultental jemals eine solche Aussicht genießen konnte, aber man ist eben auch auf fast 2.700 Metern Höhe angekommen.
















Abstieg und Marende.
Auf dem Gipfel gab es ein kurzes „Prost!“, und nach einer Weile stiegen wir alle wieder ab, um zwischen Gipfel und Scharte an einer geschützten Stelle (ebenfalls mit traumhaftem Ausblick) eine Marende aus mitgebrachten Leckereien zu genießen. Muss ich eigentlich nochmal erwähnen, dass der Ausblick unglaublich toll war an diesem Tag?
Hier genossen wir in Ruhe die Pause und erholten uns in der Sonne von dem Aufstieg. Es war fast zu schön, um weiterzugehen, aber irgendwann ist auch die beste Essenspause zu Ende, und wir machten uns weiter auf den Abstieg. Es ging zuerst den gleichen Weg zurück wie beim Aufstieg, d.h. zurück zur Schrummscharte und von dort aus weiter Richtung Schrummalm.
















Abstiegsvariante über Schrummsee.
Kurz vor der Schrummalm bogen wir dann aber links ab, auf einen unmarkierten Weg, zum Schrummsee hinunter. Für diesen Teil der Wanderung sollte man viel Orientierungssinn bei alpinen Wanderungen haben, Ortskenntnis oder einen Wanderführer, der den Weg kennt.
Der See liegt auf 2.182m Höhe, und hatte an diesem Tag ein traumhaft klares Wasser. Wenn es noch einen Tick wärmer gewesen wäre, dann wären einige wohl in den See gesprungen. So machten wir an seinem Ufer nochmal für ein paar Minuten Rast, bevor es dann weiter über einen kaum wahrnehmbaren Wandersteig hinab zur Hinteren Klapfbergalm ging.
Eine wunderschöne, aber lange Tour, für die man die entsprechende Wandererfahrung mitbringen muss. Bitte vorher unbedingt die offiziellen Einstufungen lesen, bevor man sich von den schönen Bildern blenden lässt und einfach losläuft.




Die Wanderung fand am 22. September 2026 statt.








