Durch die Aschauer Klamm und Innersbergklamm.
Eine lange, aber wunderschöne Tour besonders im Sommer führt durch die Aschauer Klamm und die Innersbergklamm bei Unken.
Durch die Aschauer Klamm.
Sommer, Hitze, Sonnenschein – eine Wanderung durch eine Klamm ist da nie verkehrt. Dort ist es immer schön kühl, und oft hat man im Laufe der Wanderung auch die Möglichkeit, mal die Füße ins Wasser hängen zu lassen. Man hat mehrere Möglichkeiten, die Tour durch die Aschauer Klamm als Rundweg zu gehen.
Der nächste Einstiegspunkt sind die Parkplätze in Steinpass oder Melleck. Von dort aus geht es am Haiderhof in die „Route der Klammen“, wie es auf den meisten Karten heißt.
Im Verlauf der Wanderung steigt man ca. 300 Meter hinauf und ist dabei immer direkt am Aschauer Bach. Man hat viele Gelegenheiten, um sich mal kurz zu erfrischen. Der Weg selbst ist dabei fast die komplette Strecke sehr eng und führt oft auch über felsiges Gebiet, und einige Brücken über den Aschauer Bach muss man auch passieren. Nicht alle haben ein Geländer, aber es geht nie wirklich tief hinab, und die Brücken sind auch breit genug.
Da es zusätzlich auch Stellen gibt, die mit Drahtseilen versichert sind, gilt der Klassiker unter den Wegbeschreibungen: „Alpine Wandererfahrung und Trittsicherheit erforderlich.“
Die Aschauer Klause.
Ungefähr 1,5 Stunden, nachdem man in der Klamm unterwegs war, kommt man an die Aschauer Klause. Sie existiert seit 1796 und wurde vor 50 Jahren restauriert. Zuerst wundert man sich, warum es hier so eine massive Steinkonstruktion gibt, aber die Auskunftstafel (oder der oben verlinkte Wikipedia-Artikel) erklärt den Zweck ganz gut. Dort kann man eine kleine Pause einlegen und überlegen, wie man den Rest der Tour gestalten möchte.
Eine Möglichkeit wäre, über die Brücke und dann direkt auf dem Forstweg in Richtung der Rastnock-Diensthütte zu gehen. Kurz vor der Bundeswehr Erprobungsstelle würde man dann wieder links in die Klamm hinab absteigen und käme so am Ausgangspunkt zurück. Eine etwas längere Variante besteht darin, auf dem gleichen Forstweg noch eine Weile bergauf zu wanden. Dann macht dieser eine Linkskehre und führt ebenfalls zur Rastnock-Diensthütte.
Lange Variante über die Innersbachklamm.
Wer gut zu Fuß ist und noch eine weitere Klamm mitnehmen möchte, der kann weiter in Richtung Aschau/ Reith/ Unken gehen. Es geht nochmal wenige Meter hinaus, und ab der Grenze zwischen Deutschland und Österreich nur noch bergab. Wer statt der Klamm lieber noch einen Gipfel mitnehmen möchte, der kann nach rechts zum Achhorn aufsteigen oder über den Jägersteig über den Grat direkt nach Unken – aber das sind nochmal einige Hundert Höhenmeter zusätzlich.
Der Weg führt zuerst über Forstwege und Almen mäßig bergab und bietet einen schönen Blick auf die Drei Brüder an der nördlichen Flanke der Reiter Alpe. Der Weg heißt noch immer „Route der Klammen“ – ein Weitwanderweg übrigens, zu dem es eigene offizielle Beschreibungen gibt.
Gute 45 Minuten nach der Aschauer Klause kommt man dann in Reith an die Abzweigung, bei der es rechts zur Innersbachklamm geht. Achtung, die Abzweigung ist zwar gut ausgeschildert, aber dennoch etwas unauffällig. Sie ist zwar sehr kurz, aber dafür besonders spektakulär, denn sie führt komplett auf Stegen und Brücken über den Innersbach, und sie ist teilweise wirklich eng. So plötzlich wie sie begonnen hat, so plötzlich ist sie dann auch zu Ende, und für den Rest der Strecke geht manauf dem rechten Ufer an der Saalach entlang.
Ab Unken hätte man die Gelegenheit mit dem Bus nach Steinpass/ Melleck zu fahren, wenn die Füße schon müde werden. Eine komplette große Rundtour wie hier beschrieben sind am Ende ca. 20km Strecke, aber nur ca. 400 Höhenmeter.



















