Von Schwemmalm zur Schusterhüttl und hinab zu den Flatschbergalmen.

Wenig Höhenmeter, aber lange Strecke – von der Schwemmalm zum Schusterhüttl und hinab zu den Flatschbergalmen.

Von der Schwemmalm zum Schusterhüttl.

Es taucht langsam auf: Das Schusterhüttl

Ein absoluter Klassiker im Ultental ist das Schusterhüttl auf über 2.300m Höhe. Ich bin schon oft zu ihr gewandert, war aber wirklich überrascht, dass ich anscheinend diese angenehme Höhenroute noch nie gewandert bin, sondern immer nur Varianten.

Die Tour ist insgesamt ca. 14km lang, aber nur ungefähr 200 Höhenmeter im Anstieg und ungefähr 700 Höhenmeter im Abstieg. Sie beginnt mit einer Gondelfahrt, die von der Kuppelwies hinauf zur Bergstation der Schwemmalm führt. Dort nimmt man den Höhenweg in Richtung des Schusterhüttl. Er führt am Berghang leicht ansteigend an der Äußeren und Inneren Schwemmalm vorbei, und ein wenig später zweigt rechts auch der neue und sehr schöne Weg zur Roßlahnerscharte (und letztendlich Mutegg) ab.

Wir gehen aber weiter gerade aus und nach ein wenig mehr bergab und bergauf taucht irgendwann das Schusterhüttl am Horizont auf. Wer dort keine Rast macht, dem ist nicht zu helfen!



Abstieg zur Flatschbergalm.

Glückliche Wanderer grüßen den Fotografen

Das Schusterhüttl ist gleichzeitig auch der höchste Punkt der Wanderung. Von hier hat man mehrere Möglichkeiten des Abstiegs: Den gleichen Weg zurück zur Gondel, über die Kaserfeldalm zurück nach St. Nikolaus (oder zur Bushaltestelle), direkter Abstieg zur Bushaltestelle – oder eine gemütliche Runde über die Flatschberghöfe und von diesen weiter zur Bushaltestelle.

Wir haben uns dieses Mal für die Route über die Flatschberghöfe entschieden. Bei diesem Wetter eine wunderbare Tour – von Anfang an übrigens, da man bis zum Abstieg permanent oberhalb der Baumgrenze ist und der Fernblick die ganze Zeit überwältigend ist. Am Steinmandl kurz unterhalb der Schusterhütte sollte man nochmal die Aussicht auch in Richtung Weißbrunnalm bzw. Fiechter Alm und Schmelzbichl genießen.

Die Hintere Flatschbergalm

Von den Flatschbergalmen geht der Höhenweg noch weiter, bis letztendlich zum Weißbrunnsee, wenn man mal einen ganz langen Ausflug unternehmen möchte. Uns hat es gereicht, wir kehrten an der Vorderen Flatschbergalm ein und gingen danach weiter zur ungefähr 20 Minuten entfernten Bushaltestelle weiter, um zurück ins Tal zu kommen.

Fazit: Wer gut zu Fuß ist und bei wenig Aufstieg eine lange und schöne Wanderung machen möchte, der ist hier richtig.


Waalweg-Kunst – das habe ich bislang auch noch nicht gesehen…


Die Wanderung fand am 25. September 2023 statt.


Variante 1: Auf dem gleichen Weg zurück.

Das Schusterhüttl

Wir haben uns bereits am Morgen dazu entschieden, wieder den gleichen Weg zurück zur Gondel zu nehmen. Da die Bergstation ungefähr 200 Meter tiefer liegt, geht es zurück fast die gesamte Zeit bergab. Nur eine gute Dreiviertelstunde vor dem Ziel geht es nochmal ein wenig bergauf. Da man zu diesem Zeitpunkt schon eine lange Tour hinter sich hat, wirkt dieser Anstieg ein wenig schlimmer, als er tatsächlich ist.

Fantastische Aussicht

In Summe ist diese Tour aber wunderbar geeignet für jeden, der 15 Kilometer weit wandern kann. Auch Familien mit Kinder können diesen Weg sehr gut gehen, und da es nie wirklich steil ist, geht diese Tour auch nicht auf die Knie. Gefährliche Stellen gibt es ebenfalls nicht, man ist immer entweder komplett auf ebenem Gelände oder an einigermaßen flachem Gefälle.

Und da es zwischendurch immer wieder schöne Stellen für eine Pause gibt  – sogar mit Tischen und Bänken – kann man auch selbst entscheiden, wie weit man gehen möchte.

Die Wanderung fand am 8. Oktober 2018 statt.



Variante 2: Abstieg nach St. Gertraud.

Abstieg ins Tal

Für Nicht-Wanderer klingt es manchmal ein wenig absurd, wenn man sich über die Strapazen eines Abstiegs beschwert, denn „bergab geht es doch von alleine, oder?“ Leider nicht ganz – denn wenn der Weg zu steil ist, muss man ständig abbremsen, und es gibt nicht wenig Wanderer, die lieber aufsteigen als abzusteigen.

Der Weg 147 führt ziemlich direkt nach unten, Richtung Lahnersäge in St. Gertraud. Nur leider tut er das fast 900 Höhenmeter lang, was nach einer eh schon etwas längeren Wanderung nun gut in die Oberschenkel geht. Die Alternative wäre hier, über die Äußere Pilsbergalm nach Weißbrunn oder noch weiter zum Weißbrunnsee zu wandern, und dann in den Bus zu steigen.

Bei den Flatschberg-Höfen

Wir entschieden uns für den direkten Abstieg, und somit waren wir schnell wieder unterhalb der Baumgrenze in Wäldern angelangt. Die Flatschbergalm ist ungefähr die Grenze, ab der man wieder im Schatten wandern kann. Irgendwann trifft man dann endlich auf die Straße, und kurz darauf kommt man an die Haltestelle der Lahnersäge.

Von hier aus fahren die Busse in Richtung Kuppelwies (oder Weißbrunnsee) einmal pro Stunde – man sollte sich also vorher informieren, damit man nicht eine Stunde an der Haltestelle warten muss. Als Urlaubsgast erhält man im Ultental übrigens mittlerweile eine Karte, mit der man kostenlos die Bergbahn und sämtliche öffentlichen Nahverkehrsmittel in ganz Südtirol nutzen kann!

Am Abend bewunderten wir noch die Herz-Jesu-Feuer vom Balkon aus.

Die Wanderung fand am 10. Juni 2018 statt.


Bildergalerie: Schusterhüttl.

Bei bestem Wetter hoch zum Schusterhüttl, wo es selbstgemachte Nudeln gab.

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