Auf den Laber (1.686m) bei Oberammergau

Von Ettal aus über den Manndlweg zum Laberjochhaus führen gute 800 Höhenmeter zu einer schönen Aussicht auf dem Laber – wenn man Schotter, Wurzeln, Stufen und Matsch übersteht.

Start am Kloster Ettal

Kloster Ettal

Kloster Ettal

Nahe des Kloster Ettal beginnt der Weg hinauf auf den Laber. Vom Parkplatz aus kann man mit bloßem Auge bereits das Ziel sehen, denn das Laberjochhaus thront direkt unterhalb des Gipfels auf einem kleinen Grat. (Leider hatte ich an dem Tag mein Teleobjektiv nicht dabei, daher sieht man das Laberjochhaus nicht auf dem Foto weiter unten in der Galerie – es wäre ziemlich genau in der Bildmitte.) Die Wanderung beginnt zuerst auf dem Manndlweg, ein geschotterter Forstweg, der nach einer Weile in den Manndlsteig übergeht. Die größte Zeit der gesamten Strecke befindet man sich im Schatten der Bäume, und der Weg steigt teilweise etwas steiler, aber nie zu sehr fordernd an.

Über Stock und über Stein…

Der Weg ist großteils matschig mit Stufen und Wurzeln...

Der Weg ist großteils matschig mit Stufen und Wurzeln…

Leider finde ich nicht viel Positives, das ich zusätzlich zu diesem Weg sagen kann. Auf der Wanderkarte sieht er interessant aus, auch auf anderen Seiten im Internet wird er als abwechslungsreich beschrieben. Vor einigen Jahren mag er noch sehr schön gewesen sein, aber mittlerweile wurde er leider streckenweise ordentlich in Mitleidenschaft gezogen: Regen hat ihm zugesetzt und tiefe Rinnen gegraben, die die vielen auch so schon teilweise recht hohen Treppenstufen noch höher werden lassen. Als ob das nicht genug wäre, ist er ziemlich wurzelig, steinig und auch oft matschig – zumindest als ich ihn ging, nach zugegebenermaßen einigen feuchten Tagen. Er braucht ein paar Jahre Erholung… Gleichzeitig bieten sich bis kurz vor der Abzweigung zum Ettaler Manndl kaum Möglichkeiten, um durch den Wald zurück zu blicken.

Die letzten Meter zum Laber

Im Tal ist Ettal zu sehen

Im Tal ist Ettal zu sehen

Der Aufstieg ist bei der Abzweigung zum Ettaler Manndl im Wesentlichen geschafft, und die letzten 100 Höhenmeter verteilen sich gemütlich auf knapp 30 Minuten Gehzeit. Wenige Minuten vor dem Laberjochhaus öffnet sich das Gelände, und endlich ist eine für die relativ geringe Höhe in der Tat sehr beeindruckende Aussicht in alle Himmelsrichtungen zu bewundern. Im Osten ist Eschenlohe zu sehen, und von der Terrasse des Gasthauses auch die Zugspitze. Von Ettal aus sind bis zum Gipfel gute 800 Höhenmeter zu überwinden, aber wem das zu viel ist, der kann auch von Oberammergau aus mit der Laber Bergbahn zum Gipfel fahren.

Das Ettaler Manndl ist kein Spaziergang!

Blick zum Ettaler Manndl

Blick zum Ettaler Manndl

Eine Warnung möchte ich noch geben: Man sollte sich als unerfahrener Bergwanderer nicht der Illusion hingeben, dass der Weg von der Gipfelstation Laber bis zum Ettaler Manndl leicht wäre. Auf der Karte sind es nur 50 Höhenmeter Unterschied und weniger als eine Stunde Wanderzeit, und die absolute Höhe von unter 1.700m scheint nicht nach „Gebirge“ zu klingen – aber ab dem Gipfelaufbau ist der letzte Teil des Weges ein teilweise ausgesetzter Klettersteig, der durchgängig gesichert ist, und dessen Gestein ist schon sehr abgegriffen, d.h. rutschig. Zwar ist er nicht übermäßig schwer, aber ein Kletterset sollte Pflicht sein. In den letzten Jahren waren an diesem Gipfel mehrere schwere Unfälle und Todesopfer zu beklagen. Das schreibe ich deswegen, weil ich auf diesem Streckenabschnitt besonders viele Wanderer (auch mit kleinen Kindern) gesehen habe, denen man deutlich anmerkte, dass ihnen die Routine, Kondition & Trittsicherheit fehlte.

Bergab geht es wie bergauf. Der Aufstieg ist für Wanderer mit etwas Kondition in 2,5 Stunden gut zu schaffen, der Abstieg in unter 1,5 Stunden.

Die Wanderung fand am 9. August 2021 statt.

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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