1999: Flug ins Auslandsjahr nach Kumamoto.

Ich habe ein weiteres für mich historisches Dokument entdeckt: Den Reiseplan von Frankfurt nach Kumamoto im September 1999, ausgestellt von Fuji Tours.

August 1999: Der Reiseplan steht fest!
Fluginformation von Fuji Tours.

Fluginformation von Fuji Tours.

Im Jahr 1999 war eine Reise nach Japan noch nicht so selbstverständlich wie heute, und erst recht nicht, wenn man nur einen Hinflug buchen wollte. Über mein Japan-Lektorat hatte ich damals einen guten Tipp bekommen: Fuji Tours in Köln, ein japanisches Reisebüro, das natürlich auf Fälle wie mich spezialisiert war. Es hat sich gelohnt: Mit der gewohnten japanischen Gründlichkeit und Höflichkeit war alles kein Problem, und sogar einen guten Sitzplatz habe ich bekommen. Dazu noch 30 kg Freigepäck ohne Aufpreis… Irgendwo habe ich wohl auch noch meine alten Bordkarten, und auch was ich damals zahlen musste, werde ich bestimmt wieder finden. Man beachte die Web-Adresse von damals: Ein typischer Mischmasch der 1990er Jahre. Fuji-Tours gibt es immer noch, was mich besonders freut, denn ich wurde sehr gut betreut damals. Die Homepage ist nun besser erreichbar.

Von Kirkel nach Kumamoto
Mein Reiseplan von Frankfurt nach Kumamoto, September 1999.

Mein Reiseplan von Frankfurt nach Kumamoto, September 1999.

Und so nüchtern sah der Plan für die längste Reise aus, die ich bis zu diesem Zeitpunkt antreten sollte. (Wenn ich ehrlich bin: Sie ist auch bis heute die längste zusammenhängende Reise geblieben.) Mit der Bahn nach Frankfurt und von dort nach Osaka, wo ich vom internationalen zum nationalen Flughafen reisen musste. (Siehe die Anmerkung „ca. 1h, 25DM“.) Von dort ging es dann weiter nach Kumamoto.

Die gratis enthaltene Fahrt mit der Deutschen Bahn habe ich damals nicht in Anspruch genommen. Statt dessen wurde ich von Freunden direkt zum Flughafen gebracht und auch dort verabschiedet.

Aus Versehen in den abgesperrten Bereich
Kleine Aufmunterung vom Reisebüro.

Kleine Aufmunterung vom Reisebüro.

Kleine Anekdote am Rande: Nachdem wir das Gepäck aufgegeben hatten, schlenderten wir noch ein wenig durch den Flughafen – und auf einmal fanden wir uns im Bereich der Gepäckbänder wieder, ein Ort, an dem wir gar nicht sein durften. Ich habe bis heute keine Ahnung, wie das geschehen konnte. Wir machten uns dann ganz unauffällig (und ohne Koffer) wieder schleunigst auf den Weg nach draußen. Zum Glück kam es keinem merkwürdig vor, dass drei junge Kerle ohne einen einzigen Koffer aus diesem Bereich gingen. Heutzutage würde wohl, wenn es entdeckt würde, das ganze Terminal geräumt werden.

Noch nicht gestartet – und schon verspätet
Na, das geht ja gut los - gleich eine Verspätung von 30 Minuten.. ob ich den Anschlussflug erwische?

Na, das geht ja gut los – gleich eine Verspätung von 30 Minuten.. ob ich den Anschlussflug erwische?

Wie man im Reiseplan oben sehen kann, lagen zwischen meiner Ankunft am internationalen Flughafen Osaka Kansai und dem Abflug am Flughafen Osaka Itami ungefähr 3,5 Stunden. Mehr als genug Zeit – eigentlich. Doch der Transfer dauert ungefähr eine Stunde, und etwas Zeitverlust durch Gepäck, Einreise, Suche nach Transfer etc. kann man sowieso abziehen. Dann sollte man ja auch vielleicht eine gute Stunde vorher einchecken – und auf einmal ist doch nicht mehr so viel Zeit da. Doppelt blöd, wenn die Reise schon mit 30 Minuten Verspätung beginnt, wie man sehen kann.

Aber alles ging gut: Die Verspätung wurde aufgeholt, die Einreise war problemlos, der Transfer zum nächsten Flughafen war pünktlich – und mein Auslandsjahr war traumhaft!

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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2 Antworten

  1. 30. August 2018

    […] Die meisten Ausländer, zumindest wenn sie Tourist sind, werden mit dem Japan Rail Pass unterwegs sein. Für diese gibt es eigene Durchgänge mit „echtem“ Personal, das freundlich den Rail Pass kontrolliert. Im Bahnhof und auf dem Bahnsteig selbst sind die Zuginformationen der Shinkansen immer zweisprachig angezeigt: Die Displays wechseln alle paar Sekunden zwischen Japanisch und Englisch, man muss also kein Japanisch beherrschen. Das gilt auch für die Displays am bzw. im Zug. Also keine Panik, wenn ihr zum ersten Mal mit dem (Schnell-)Zug unterwegs seid. Und ehe man es sich versieht, ist man schon fast am Ziel – und das hieß an diesem Tag Kumamoto, mein alter Wohnort. […]

  2. 2. Juni 2019

    […] auch noch ein gutes Jahr dauern, denn ein paar Wochen vor Erscheinen dieser Power Play erhielt ich mein Flugticket nach Japan, wo ich bis Sommer 2000 bleiben sollte – ich habe die Einstellung der Power Play also gar […]

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