Ausflug zur Stepbergalm (1.592m) bei Garmisch.

Die Stepbergalm liegt unterhalb des „Hoher Ziegspitz“ zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau, und ist ein tolles Ziel für eine mittelschwere Wanderung über 800 Höhenmeter.

Parken mit Aussicht
Blick vom Parkplatz Richtung Zugspitzmassiv.

Blick vom Parkplatz Richtung Zugspitzmassiv.

Wer früh genug am Startpunkt nahe des Tierheims von Garmisch ankommt, der kann seinen Wagen auf einem kostenlosen Waldparkplatz abstellen und von dort aus einen wirklich schönen Rundweg starten. Aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Weg zur Stepbergalm einiges an Kondition abverlangt. Immerhin sind 800 Höhenmeter zu bewältigen. Aber bereits am Parkplatz hat man einen schönen Blick Richtung Zugspitze, und beim Aufstieg wird man sie immer wieder sehen.

Der Aufstieg zur Stepbergalm
Aufstieg zur Stepbergalm über den Kreuzweg.

Aufstieg zur Stepbergalm über den Kreuzweg.

Der geneigte Wanderer kann sich zwischen zwei Steigen entscheiden, über die er auf- bzw. absteigen kann. Üblicherweise wählt man den Kreuzweg zum Aufstieg. Er steigt relativ gleichmäßig an, verläuft fast durchgehend im Wald und ist daher also besonders für heiße Tage mit viel Sonnenschein gut geeignet. Das bedeutet allerdings auch, dass man bis kurz vor der Stepbergalm immer bergauf geht, teilweise auch etwas steiler. Zweimal kreuzt man kurz kleine Bäche, falls man sein Wasser wieder auffüllen will. Und immer wieder kommen kurze Lücken zwischen den Bäumen, und man hat einen tollen Ausblick in Richtung der Zugspitze.

Panorama unterwegs vom Kreuzweg, Blick auf das Zugspitzmassiv.

Panorama unterwegs vom Kreuzweg, Blick auf das Zugspitzmassiv.

Blick auf die Zugspitze und den darunter liegenden Eibsee.

Blick auf die Zugspitze und den darunter liegenden Eibsee.

Leider hatte ich an diesem Tag kein Teleobjektiv dabei – man kann sich gut vorstellen, welch tolle Motive man bei besserer Sicht von dieser Stelle aus einfangen könnte. Immerhin konnte ich auch mit bloßem Auge sehen, dass die Riffelspitze und die Riffelscharte an diesem Tag keine geeigneten Wanderziele gewesen wären, denn anscheinend gab es kürzlich eine frische Portion Neuschnee auf der Zugspitze, der bis dorthin hinab reichte. Aber auch den Eibsee konnte man gut erkennen. Und der Einstieg ins Höllental, zur Höllentalklamm und zur Höllental-Eingangshütte war zu sehen, wenngleich man letztere nur erahnen konnte.

Auf der Stepbergalm
Auf der Stepbergalm.

Auf der Stepbergalm.

Nach etwa 2 Stunden hat man den Aufstieg geschafft, und der restliche Kilometer zur Stepbergalm verläuft eben oder sogar leicht abfallend. An der Alm selbst treffen sich 5 Wege – bei gutem Wetter kann es also durchaus sein, dass auf einmal viele Wanderer dort eintreffen. Bei meiner Wanderung war das Wetter nicht gerade optimal (relativ kühl, und wie man sehen kann, zogen später noch einige Wolken auf), und dennoch waren auf einmal die Terrasse und die Stube gut gefüllt. Ich gönnte mir erstmal eine frische Milch-Buttermilch und einen Kaiserschmarrn.

Panorama nahe der Stepbergalm, Blick auf das Zugspitzmassiv.

Panorama nahe der Stepbergalm, Blick auf das Zugspitzmassiv.

Von der Stepberg-Alm aus kann man auf die beiden Gipfel der „Hoher Ziegspitz“ blicken. Von hier aus wären es nochmal etwas weniger als 300 Höhenmeter zum Aufstieg, was aus der mittleren Tour schon fast eine Tagestour machen würde. Für diese Wanderung habe ich darauf verzichtet, auch weil das Wetter dafür einfach nicht gut genug war. Auf bergtour-online.de gibt es aber eine schöne Wegbeschreibung mit Fotos. (Aber aufpassen: Die dort beschriebene Wanderzeit ist meiner Meinung nach komplett ohne Pausen, und aus der Perspektive eines gut trainierten Wanderers.)

Eine Alternative, die aber zumindest nach Sicht auf die Karte nochmal deutlich mehr an Kondition erfordert, wäre der Rückweg über die Kramerspitz, die allerdings nochmal deutlich höher als die Ziegspitz ist.

Der Abstieg über das „Gelbes Gewänd“
Abstieg über das "Gelbes Gewänd".

Abstieg über das „Gelbes Gewänd“.

Der Abstieg dauert dann ebenfalls knappe 1,5 Stunden, wenn man über das Gelbe Gewänd absteigt. Dafür ist dieser Steig aber wieder besonders schön. Ungefähr in der Mitte des Abstiegs, kurz vor einem recht spektakulären Teil des Weges über einen Bach, kommt man an einer schönen Bank vorbei, von der aus man einen letzten schönen Panoramablick zur Zugspitze hat, bevor man endgültig zu tief ist und im Wald verschwindet. Der Steig führt noch eine Weile wunderbar an den Berg geschmiegt hinab, bis man auf einen Forstweg trifft. Diesem folgt man noch eine Weile, bis das Schild zum „Kramer Plateauweg“ erscheint, der zurück zum Startpunkt der Wanderung führt. Am Ende hat man neben den 800 Höhenmetern noch knappe 13 Kilometer auf dem Buckel – eine schöne Wanderung, für die man aber auch die entsprechende Kondition mitbringen muss.

Die Wanderung fand am 16. Juli 2016 statt.

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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