Zur Tegernseer Hütte (1.650m).

Eines der beliebtesten Ausflugsziele in den Bayerischen Voralpen ist die Tegernseer Hütte. Eingerahmt zwischen Roß- und Buchstein steht sie, wie eine kleine Trutzburg, auf einem spektakulären Grat auf 1.650 Metern Höhe.

Zur Tegernseer Hütte.

Zur Tegernseer Hütte.

Die Wanderung beginnt auf einem recht großen Waldparkplatz, der knapp 100 Meter nach Bayerwald auf der rechten Seite liegt. Gegen eine Gebühr von 3 Euro kann man dort den Wagen einen ganzen Tag abstellen, falls man auf der Tegernseer Hütte übernachten möchte (DAV Kategorie I). Ein Tipp für bayerische THWler: Von der THW-Liegenschaft in Bayerwald sind es wirklich nur 100 Meter, falls ihr gerade dort seid… Ich nutzte die Chance und wanderte an einem Freitag. Trotz bestem Wanderwetter war der Parkplatz fast leer, aber man kann sich gut vorstellen, wie voll bzw. überfüllt es an einem Wochenende sein mag.

Auf Bergtour-Online gibt es eine sehr gute Wegbeschreibung, daher spare ich mir hier  weitere Details. Angekommen auf der Sonnberg-Alm, gönnte ich mir erstmal eine ausgiebige Pause – selten war ich an einer malerischeren Stelle dafür.

Chillen an der Sonnenbergalm.

Chillen an der Sonnenbergalm.

Und als ob das nicht schon schön genug war – auf einmal wurde auf der Sonnberg-Alm auch noch Livemusik gespielt: Eine bayerische Kapelle spielte auf, und so konnte ich zufällig dieses Video drehen, das auch dem regionalen Tourismus-Verband gefallen könnte 🙂

Und weil es so schön war, habe ich gleich noch ein Video gedreht, mit Blick auf die Tegernseer Hütte.

Nachdem ich eine gute Stunde an dieser Stelle nochmal ein wenig Kraft tanken konnte, machte ich mich wieder auf, um mein Tagesziel zu erreichen.

Zur Tegernseer Hütte. An uns kommt niemand vorbei!

Zur Tegernseer Hütte. An uns kommt niemand vorbei!

Von der Sonnberg-Alm geht es zunächst nur leicht ansteigend weiter. Wanderer sollten allerdings Routine im Umgang mit Kühen haben, denn die waren zu dieser Zeit gerade in durchaus großer Anzahl auf der Weide, und es kann passieren, dass sie den Pfad ein wenig blockieren. Vorbei an den Kühen, geht man auf einem schönen Wanderpfad mit toller Panorama-Aussicht weiter, und umkreist zunächst die Tegernseer Hütte. Auf diesem Weg geht es auch zunächst noch ein wenig bergab, bevor man schließlich von der Nordwestseite her in steilen Serpentinen die Hütte erreicht.

Zur Tegernseer Hütte.

Zur Tegernseer Hütte.

Die letzten Meter einer Tour können ja immer die längsten Meter sein, und da hilft es durchaus, wenn man sein Ziel gut vor Augen hat. Das kann durchaus noch einige Kraftreserven mobilisieren. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist man auch, spätestens seit der Sonnberg-Alm, immer der prallen Sonne ausgesetzt. Man sollte daher auf passende Kleidung (Mütze/ Sonnenbrille) achten, und genügend zu trinken dabei haben, denn unterwegs gibt es keine Möglichkeit, an einem Bergbach die Vorräte aufzufüllen. Gerade auf den letzten Höhenmetern lohnt sich aber auch immer wieder mal der Blick zurück, um das tolle Panorama auf dieser Seite zu genießen.

Die Tegernseer Hütte.

Die Tegernseer Hütte.

Oben angekommen, hat man sich erstmal eine kleine Rast verdient. Ob man (wie ich) zuerst mal den Durst mit einer Apfelsaftschorle (oder zwei) löscht, oder einen tollen Kaiserschmarrn genießt – man sollte auf jeden Fall eine Weile an dieser tollen Stelle verweilen und innehalten. Wie ein Außenposten von Helm’s Klamm sitzt die Hütte erhaben auf dem Grat und trotzt allen Widrigkeiten. Und auch hier hat man ein sagenhaftes Panorama, das für etwaige Anstrengungen auf dem Weg hierher mehr als ausreichend entschädigt.

Zur Tegernseer Hütte.

Zur Tegernseer Hütte. Nach der Sonnberg-Alm.

Wanderführer (und auch die Schilder unterwegs) geben eine Wanderzeit von 2,5 Stunden vom Parkplatz bis zur Hütte an. Das stimmt zwar, aber man sollte sich nicht so unter Druck setzen: Der Weg beginnt direkt am Parkplatz schon einigermaßen steil, und so geht es dann auch die nächsten ca. 1,5 Stunden weiter, bis ziemlich plötzlich der Wald endet und man an der Sonnberg-Alm ist. Von dort aus ist die letzte Stunde zur Tegernseer Hütte, verglichen mit dem hinter einem liegenden Stück, ein Klacks. Der Abstieg ist in ca. 1,5 Stunden zu schaffen. Allerdings ist fast der komplette Weg über lose Steine/ Schotter abzusteigen, so dass die letzte halbe Stunde schon auf die müden Schenkel gehen kann.

Ein absoluter Tipp für jeden Wanderfreund! Und nach Möglichkeit am frühen Morgen unter der Woche ausprobieren – es ist gut vorstellbar, wie überlaufen dieser Weg an einem schönen Wochenende ist.

Die Wanderung fand am 10. Juli 2015 statt.

Oliver Kilb

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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1 Antwort

  1. 24. Juni 2018

    […] man eine kleine Lichtung, von der aus man hinüber zur Tegernseer Hütte blicken kann, zu der ich früher schon gewandert […]

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