Um 1990: Grafik auf dem Amiga mit Deluxe Paint.

Wer 1987 auf einem Heimcomputer künstlerisch tätig sein wollte, für den führte kein Weg an Deluxe Paint vorbei.

Bereits kurz nach der Deutschland-Premiere des Amiga 500 stand dieser bei mir im Kinderzimmer. Ausgestattet mit für damalige Verhältnisse üppigen 512 KByte (!) RAM und einem 7 MHz (!!!) schnellen Chip war er lange die erste Wahl für Grafiker –Photoshop 1.0 kam erst 1990 auf den Markt.

Malen mit Deluxe Paint
Pixel für Pixel gemalt mit Deluxe Paint... (2x vergrößert)

Pixel für Pixel… (2x vergrößert)

Das Grafik-Programm der Stunde hieß Deluxe Paint – entwickelt und vertrieben von Electronic Arts, damals noch längst nicht so groß wie man sie heute kennt.

Mit einer üblichen Auflösung von 320 x 256 Pixeln laufen dem Amiga zwar schon seit der zweiten Hälfte der 2000er Jahre Handys den Rang ab, aber bis Mitte der 1990er Jahre gab es nichts Vergleichbares. Zwar waren auch höhere Auflösungen verfügbar (z.B. 640 x 512 Pixel), aber selbst diese sind nach heutigen Maßstäben sehr gering: Full HD TV sind 1920 x 1080 Pixel.

In den Jahren von 1987 bis Anfang der 1990er Jahre haben wahrscheinlich viele Menschen, die wie ich Anfang der 1970er geboren wurden, den Einstieg in die Computergrafik geschafft und „gepixelt“.

Visdom Logo (8x vergrößert)

Visdom Logo (8x vergrößert)

Einige meiner damaligen Zeichnungen habe ich mittlerweile mühsam von meinem A1200 auf den PC portiert. Ich werde nach und nach einige hier hochladen. Beginnen möchte ich mit Grafiken und Logo-Entwürfen für Demos.

Gezeichnet wurden sie mit Deluxe Paint I bis III irgendwann zwischen 1988 und 1992. Damals „pixelte“ man die Bilder, d.h. jedes Pixel ist wirklich per Hand gesetzt. Farbverläufe ebenfalls. Schwer vorzustellen heute… Die Bilder bestehen aus bis zu 32 Farben, die man aus einer Palette von 4096 auswählen konnte. Das waren Zeiten, in denen man wirklich noch jede Farbe „kannte“, und über solche Lieblingsfarben definierten sich auch viele damalige Pixelkünstler, wie zum Beispiel die Grafiker der Bitmap Brothers. Deren Produkte erkannte man sofort nur anhand der verwendeten Farbpalette.

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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2 Antworten

  1. elduderino sagt:

    Das Oktagon-Logo ist wirklich „rat“ 🙂

  1. 6. November 2015

    […] nun ein spiegelverkehrtes „N“ hatte oder nicht. Nachdem ich noch im Besitz der ganzen Amiga-Logos bin, die zeitlich deutlich vor dieser Party lagen, kann ich sagen: Es war ein normales […]

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