Power Play Ausgabe 2/1999: Statistik.

Großzügig dotierter Programmier-Wettbewerb in der Power Play 2/1999 mit langer Einreichungsfrist. Und: Callcenter-Mitarbeiter sind begehrt!

Power Play 2/1999 – die Statistik
Statistik der Power Play, Ausgabe 2/1999

Statistik der Power Play, Ausgabe 2/1999

Im Vergleich zur letzten Ausgabe ist diese Power Play ein wenig aufregender, was den Inhalt angeht. Vom Umfang her ist sie leider wieder etwas geschrumpft: 132 Seiten bekam man für 6,50 DM.

Dennoch war genügend Platz für Spieletests: 25 Spiele wurden getestet, und dafür waren 44 Seiten Platz vorhanden. Der Support-Bereich umfasste dieses Mal wieder 16 Seiten, und wie von mir erwartet, gab es dieses Mal wieder eine Cheatcode-Ecke. Damit konnten am Ende Tipps zu 13 Spielen gegeben werden.

Die Power Play hatte vielleicht auch gar keine so große Motivation, viele Tipps abzudrucken. Immerhin bewarb sie seit einigen Monaten eine eigens dafür geschaffene und kostenpflichtige Service-Nummer. Der Dienstleister dahinter, die InfoGenie GmbH (heutiger Name mit ganz anderer Ausrichtung, und an der Börse wertvoller als die Deutsche Bank: Wirecard AG), warb in dieser Anzeige um Mitarbeiter. Sie könnten zu Hause in der eigenen Wohnung arbeiten, nur ein PC mit schnellem ISDN-Anschluss wird vorausgesetzt. Und natürlich „exzellente Kenntnisse über die 100 gängigsten Computer- und Videospiele, insbesondere hinsichtlich der spielerischen Fragen der einzelnen Spiele…“ Ziemlich knackig, wie ich finde! Zumindest ohne (hoffentlich vorhandenem) Zugriff auf eine zentrale Datenbank. Ca. 20 Callcenter-Mitarbeiter sollten so geworben werden. Übrigens: Anfang 2009 kostete eine Wirecard-Aktie unter 4 Euro, im August 2018 fast 180 Euro – wer hätte das gedacht…

Und was gab es sonst noch?
Statistik, Ausgabe 2/1999

Statistik, Ausgabe 2/1999

Eine Premiere: Es wurde ein Programmier-Wettbewerb gestartet. Es ist egal, was programmiert wird, es ist egal, womit programmiert wird – solange man es zu Geld machen kann und es unter Windows (vielleicht auch OS/2) läuft. Als Hauptgewinn wurde ein Mercedes SLK 230 mit etwas zusätzlicher Ausstattung oder ersatzweise 60.000 DM ausgelobt. Ich hätte natürlich das Geld genommen. Schade, dass ich davon nichts mitbekommen habe, vielleicht hätte ich meinen Vokabeltrainer eingereicht. Aber vielleicht war es auch besser: Zuerst musste man es in die Endrunde schaffen (dazu musste man schon Lizenzverträge ausfüllen), und dann wurde nach purem Umsatz binnen 4 Monaten entschieden. Der Preisstifter, die ARI Data, ging wenige Jahre später leider in die Insolvenz. Einreichen konnte man bis zum 31.12.1999 – mal sehen, ob die Bekanntgabe der Gewinner noch in der Power Play zu lesen sein wird.

Die Multimedia-Box EDGAR einer schon lange nicht mehr existierenden Münchner Firma sollte für 800 DM das TV zur Surfstation machen – damals günstig, und inklusive CD-Laufwerk sogar.

Der Jahresrückblick auf 1998 und ein Interview runden diese Ausgabe ab.

Das PDF mit der Statistik der ersten 131 Ausgaben gibt es hier zum Download: Statistik der Power Play, Ausgabe 2/1999


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Oliver Kilb

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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1 Antwort

  1. 21. April 2019

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