Über die Steinerne Agnes zum Karkopf (1.738m)

Montgelasnase, Steinerne Agnes, Karkopf, Predigtstuhl – diese Orte passiert man auf dieser schönen Wanderung, die in Hallthurm nahe Bad Reichenhall beginnt.

Vom Parkplatz zur Steinernen Agnes
Eine erste Ausbuchtung

Eine erste Ausbuchtung

In Hallthurm südlich von Bad Reichenhall gibt es mehrere Wanderparkplätze – je nachdem, ob man auf den Untersberg möchte oder Richtung Karkopf. Für letztere Wanderung ist der Parkplatz „Steinerne Hexe“ kurz nach dem Bahnübergang auf der rechten Seite ideal. Hier startet die Tour, die nach ca. 4 bis 4,5 Stunden auf dem 1.738m hohen Gipfel enden wird. Zuerst geht es noch auf einem Forstweg, doch schon bald zweigt Weg 469 rechts ab und nun geht es ca. 700 Höhenmeter gleichmäßig hinauf, bis man die ersten Panorama-Aussichten genießen kann.

Die Steinerne Agnes

Die Steinerne Agnes

Nach ungefähr 2,5 Stunden kommt man rechterhand an einer auf den ersten Blick unscheinbaren Felsformation vorbei, die aber unter dem Namen „Steinerne Agnes“ lokal berühmt ist. Zu ihr gibt es verschiedene Legenden, die eines gemeinsam haben: Bevor sie versteinert wurde, war Agnes eine Frau aus Fleisch und Blut. Von der Höhe des Weges sieht der Felsen nicht besonders aus, aber wenn man dem Pfad folgt, der an ihr entlanggeht und wenn man von oben auf sie sieht, gewinnt die Formation deutlich an Profil.

Am Dreisesselberg vorbei zum Karkopf
Weiter zum Gipfel

Weiter zum Gipfel

Von hier sind es nochmal gute 400 Höhenmeter, die man bis zum Karkopf überwinden muss. Der Weg führt an dieser Stelle völlig unerwartet durch einen Laubwald, in dem Buchen dominieren (und nicht durch einen Nadelwald), und einige Minuten später öffnet sich der Wald zu einer Lichtung. Der Weg führt nun zuerst wieder etwas steiler nach oben, bis man auf einmal in einem schönen Talkessel voller Latschen-Kiefern kommt. Sowohl der Dreisesselberg (1.680m) als auch der Karkopf sind von hier zu sehen – sie thronen an gegenüberliegenden Seiten des Kessels.

Blick zurück

Blick zurück

Die steilste Passagen liegen nun glücklicherweise schon hinter einem, und der Weg im Innern des Kessels hinauf zu den Gipfeln ist ein leichter Abschluss mit toller Aussicht zurück – auch zurück zur Steinernen Agnes. Direkt vor Erreichen des Grates wird es ein letztes Mal etwas steiler, aber nur für wenige Meter. Rechts geht es dann zum Dreisesselberg und, wenn man möchte, über den „Wasserpfad“ wieder zurück zum Parkplatz in Hallthurm. Links geht es zum Ziel dieser Wanderung, dem Karkopf.

Auf dem Gipfel und weiter zum Predigtstuhl
Blick in die Ferne

Blick in die Ferne

Der Weg ist von hier ab nicht mehr weiter schwer. Leicht ansteigend ist man durch einen dichten Latschenkieferwald unterwegs, bis man endlich den Gipfel erreicht hat. Vom Karkopf aus hat man bei gutem Wetter eine tolle Fernsicht: In direkter Nachbarschaft ist der Untersberg (auf den ich früher schon wanderte), aber auch der Watzmann kann bewundert werden – nur leider war er heute von Wolken umgeben. Zwar fällt der Berg direkt hinter dem Gipfelkreuz steil ab, aber links und rechts hat man genügend Platz, um ein ruhiges Plätzchen zu finden und ein wenig die Strapazen des Aufstiegs hinter sich zu lassen.

Am Hochschlegel, Blick zum Predigtstuhl

Am Hochschlegel, Blick zum Predigtstuhl

Allzu viel Strapazen sind allerdings nicht notwendig: Man kann mit der Predigstuhlbahn auf fast 1.600m hinauffahren und hat dann natürlich entsprechend weniger Aufstieg vor sich. Man merkt es natürlich auch spätestens an dieser Stelle, dass sich unter die Bergwanderer auch viele weniger ambitionierte Ausflügler mischen. Das ist aber für mich völlig in Ordnung, denn am wichtigsten ist es, dass man sich bewegt und in die Natur geht, anstatt nur zu Hause auf dem Sofa zu sitzen! Wir haben die Predigtstuhlbahn für den Abstieg genutzt, denn die knapp 1.100 Höhenmeter Abstieg wollten wir uns sparen. Die Talfahrt alleine kostete übrigens 19 Euro.

Fazit: Eine tolle, sehr abwechslungsreiche Wanderung, die aber recht lange ist und einige Gegenanstiege hat. In Summe hat man bestimmt mehr als 1.200 Höhenmeter in den Knochen. Davon abgesehen ist sie nicht weiter schwer.

Die Wanderung fand am 1. Juli 2018 statt.

Oliver Kilb

Oliver Kilb

Schön, dass ihr vorbeischaut! Viel Spaß auf meiner kleinen Homepage.

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